Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index legte um 0,9 Prozent auf 52.938,62 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notierte 0,7 Prozent höher bei ‌3.635,03 Zählern.

«Die ⁠wachsenden Erwartungen an eine Wiedereröffnung der Strasse von Hormus haben zu einem Rückgang der Rohölpreise in Tokio geführt, was den japanischen Aktienmarkt zu stützen scheint», ⁠sagte Wataru Akiyama, Stratege bei Nomura Securities. Angeführt wurde die Erholung von Aktien in Tokio aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Im Nikkei-Index standen 201 Kursgewinnern 24 -verlierer gegenüber. Die Branchenschwergewichte Advantest ‌und Tokyo Electron stiegen um 1,9 beziehungsweise 1,5 Prozent. Zu den grössten Verlierern zählten Chugai Pharmaceutical mit einem ‌Minus von 4,1 Prozent und der Einrichtungskonzern Nitori, der 3,5 Prozent verlor.

Die ​Börse Shanghai verlor dagegen 0,5 Prozent auf 3.897,92 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,2 Prozent auf 4.470,81 Punkte.

In China hat sich das Wachstum im Dienstleistungssektor laut dem von S&P Global ermittelten privaten Einkaufsmanagerindex RatingDog abgeschächt. Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor fiel demnach auf 52,1 Punkte von 56,7 Zählern im Februar, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Unternehmensumfrage hervorging. Als Gründe für die Abschwächung wurden eine nachlassende Nachfrage und ein ‌Rückgang der Auslandsaufträge genannt. Die Daten stehen im Widerspruch zu einer offiziellen Umfrage vom Wochenanfang, die für März ein leichtes Wachstum ausgewiesen hatte.

Dollar stärker

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 159,66 Yen und legte leicht auf 6,8802 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7986 Franken vor. Parallel dazu ​blieb der Euro fast unverändert bei 1,1533 Dollar und zog leicht auf 0,9211 Franken an.

In In Japan hat Finanzministerin ​Satsuki Katayama die Bereitschaft der Regierung unterstrichen, gegen die Volatilität am Devisenmarkt vorzugehen. Der Yen ​bewegte sich am Freitag in der Nähe der psychologisch wichtigen Marke von 160 zum Dollar. Die Rede von US-Präsident Donald Trump habe die Finanzmärkte erheblich beeinflusst, sagte Katayama. «Wir sehen eine Zunahme spekulativer ‌Aktivitäten sowohl bei den Rohöl-Futures als auch an den Devisenmärkten, und die Volatilität hat deutlich zugenommen», erklärte sie auf einer Pressekonferenz. Da die Wechselkursschwankungen den Lebensunterhalt der Menschen und die Wirtschaft beeinträchtigten, sei man bereit, «an allen Fronten umfassend zu reagieren».

Rohöl teurer

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 8,0 ​Prozent auf ​109,24 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 11,9 Prozent fester bei 111,54 ⁠Dollar.

Die Ölpreise waren am Donnerstag in den USA bereits kräftig angestiegen. Händler zeigten sich ​besorgt über länger andauernde Lieferunterbrechungen, nachdem ⁠US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, die USA würden ihre Angriffe auf den Iran fortsetzen. «Die eigentliche Frage für die Händler ist, ob die iranische Ölinfrastruktur nun ‌möglicherweise gefährdet ist», sagte Dennis Kissler, Händler bei BOK Financial. Da weitere Schäden in der Region sehr wahrscheinlich seien, dürfte sich die Wiederaufnahme der Ölförderung weiter verzögern, selbst wenn die Anlagen intakt blieben.