London, 08. Apr (Reuters) - Der britische Ölkonzern Shell rechnet wegen des Nahost-Konflikts mit sprudelnden Gewinnen im Handelsgeschäft, ‌senkt ⁠jedoch zugleich seine Produktionsprognose für Gas. Die Handelsergebnisse ⁠im Chemie- und Produktgeschäft, zu dem auch der Ölhandel gehört, ‌dürften «deutlich höher» ausfallen als im ‌Vorquartal, teilte Shell am Mittwoch ​mit. Hintergrund sind die stark gestiegenen Ölpreise. Nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran Ende Februar kletterte der Preis für die ‌Rohölsorte Brent auf fast 120 Dollar je Barrel und damit auf mehrjährige Höchststände. Die grossen Ölkonzerne dürften wegen ​der stark gestiegenen Energiepreise Milliardengewinne einfahren.

Die Gasproduktion ​im ersten Quartal werde ​aber nun zwischen 880.000 und 920.000 Barrel Öläquivalent pro Tag (boed) ‌erwartet. Zuvor war Shell von 920.000 bis 980.000 boed ausgegangen. Grund für die Drosselung ist ein Angriff auf ​die Gasverflüssigungsanlage ​Pearl in Katar ⁠Mitte März, bei dem ein Teil ​der Anlage beschädigt ⁠wurde. Die Reparatur werde rund ein Jahr dauern, ‌hiess es damals. Die Prognose für die Produktion von Flüssigerdgas (LNG) wurde dagegen nur leicht ‌angepasst.