Der Zementhersteller Holcim treibt mit dem Ausstieg aus seinem Geschäft auf den Philippinen seinen ‌Konzernumbau ⁠voran. Die Sparte werde für mehr als 800 ⁠Millionen Dollar an das chinesische Unternehmen Huaxin Building Materials verkauft. Das Geschäft umfasst zunächst den Verkauf eines Anteils von 67,623 Prozent für 527 Millionen US-Dollar, wie Holcim am Sonntagmorgen mitteilte. Nach dem Verkauf dieser Mehrheitsbeteiligung sehe die Transaktionsstruktur vor, dass Holcim ihren verbleibenden Anteil von rund 31 Prozent innerhalb eines Zeitraums von drei bis fünf Jahren veräussere. Dabei sei ein Mindestverkaufspreis von 280 Millionen US-Dollar garantiert.

Daraus ergibt sich laut Holcim eine Gesamtbewertung von 807 Millionen US-Dollar. Darüber hinaus könne Holcim von einem zusätzlichen Mittelzufluss profitieren, sofern in diesem Zeitraum weiterer Unternehmenswert geschaffen wird.

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen und regulatorischen Genehmigungen. Der Verkauf der Mehrheitsbeteiligung soll voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027 abgeschlossen werden.

Konzernumbau nach Amrize-Abspaltung

Holcim konzentriert sich nach der Abspaltung ​seines Nordamerika-Geschäfts im vergangenen Jahr ​verstärkt auf Europa, Lateinamerika, Nordafrika und Australien. Übernahmen sind ein zentraler Bestandteil ‌der Wachstumsstrategie: Für das laufende Jahr hatte der Konzern rund 15 Transaktionen in Aussicht gestellt. Dabei konzentriere sich ​Holcim ​auf kleinere Zukäufe, behalte jedoch ⁠eine mögliche Konsolidierung im europäischen Zementsektor ​im Auge, hatte ⁠Konzernchef Miljan Gutovic erklärt. Zur Quartalsbilanz am Freitag ‌sagte Gutovic, Holcim verfüge über eine gut gefüllte Pipeline und prüfe auch grosse Übernahmen.

(AWP/Reuters)