Nach intensiven Verhandlungen sei eine Transaktionsvereinbarung mit dem Tessiner Anbieter von Notstromlösungen Centiel unterzeichnet worden. Der Abschluss der Transaktion wird im ersten Halbjahr 2026 erwartet.
Nun müssen noch die Aktionäre an einer Generalversammlung der Fusion zustimmen, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Die Transaktion soll mittels einer sogenannten Absorptionsfusion nach Schweizer Fusionsgesetz erfolgen. Damit verbunden ist eine ordentliche Kapitalerhöhung zwecks Ausgabe von HT5-Aktien an die Aktionäre von Centiel.
Die schuldenfreie Centiel wird dabei mit einem Eigenkapitalwert von 125 Millionen Franken bewertet und HT5 mit 2,04 Franken je Anteilsschein. Im Rahmen der Fusion ist zudem die Marktplatzierung eines Teils der Anteile des Gründerteams geplant, um damit einen attraktiven Streubesitz zu erreichen, heisst es weiter.
Ferner sei eine Barkapitalerhöhung geplant. Dies soll dem fusionierten Unternehmen zusätzliche Liquidität für die Wachstumsfinanzierung beschaffen. Konkret sei eine Platzierung von bis zu 60 Millionen Franken bei einem Referenzpreis von 2,04 pro Aktie geplant.
Auch das bestehende Team von HT5 wolle in der neuen Gesellschaft weiter aktiv bleiben. Es strebe «im Zuge des öffentlichen Angebots eine Erhöhung seiner bestehenden Beteiligung an», lässt sich Gregor Greber, CEO und Verwaltungsrat der HT5, in der Mitteilung zitieren.
Centiel ist auf «mission-critical» Stromausfallschutz spezialisiert. Das Unternehmen erwirtschaftete laut provisorischen Zahlen 2025 einen konsolidierten Umsatz von 46 Millionen Franken. Die EBIT-Marge liegt bei 22 Prozent. Das Unternehmen expandiere weltweit und sei aktuell in mehr als 60 Ländern vertreten.

