Das Unternehmen peile Halbleiter an, deren Transistorendichte ⁠einem 1,4-Nanometer-Verfahren entspreche, teilte Huawei am Montag mit. Wegen der US-Exportbeschränkungen ‌für fortschrittliche Lithografie-Systeme hat China ‌kaum Zugang zu den ​Maschinen, die für die herkömmliche Herstellung der weltweit modernsten Chips benötigt werden. Huawei setzt daher auf ein neues Prinzip namens «Tau Scaling Law», das die ‌Signal- und Datenübertragung innerhalb der Chips beschleunigt.

Die Industrie könne sich nicht mehr allein auf die Verkleinerung ​von Transistoren verlassen, so das Unternehmen. Bereits ​im Herbst 2026 sollen ​neue «Kirin»-Prozessoren auf den Markt kommen, die eine darauf basierende Architektur ‌nutzen. Nach eigenen Angaben hat der Konzern in den vergangenen sechs Jahren bereits 381 Chips nach diesem ​Prinzip ​für Smartphones und ⁠Künstliche Intelligenz (KI) entworfen und in Serie ​gefertigt. Unabhängige Leistungsdaten legte ⁠Huawei allerdings bisher nicht vor. In der ‌Branche wird jedoch erwartet, dass ein 1,4-Nanometer-Verfahren gegen Ende des Jahrzehnts die weltweite Spitze ‌der Chipfertigung markiert.

(Reuters)