Bei einem israelischen Angriff im Jemen sind nach Angaben der Huthi-Rebellen ihr Ministerpräsident Ahmad Ghaleb al-Rahwi und mehrere Minister getötet worden. Die Hauptstadt Sanaa sei getroffen worden, meldete eine Nachrichtenagentur der Gruppe am Samstag.

Der Bericht berief sich auf eine Erklärung des Vorsitzenden ihres Obersten Politischen Rates, Mahdi al-Maschat. Bei dem Angriff am Donnerstag seien zudem weitere Menschen verletzt worden, hiess es ohne nähere Einzelheiten.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz sprach am Samstag von einem «zerschmetternden Schlag» gegen die Huthi. «Dies ist erst der Anfang», fügte er hinzu. Al-Maschat kündigte in einer Fernsehansprache Vergeltung an. Die Haltung der Gruppe werde sich nicht ändern, «egal wie gross die Herausforderungen sind».

Israel hatte am Freitag erklärt, der Luftangriff habe dem Generalstabschef, dem Verteidigungsminister und anderen hochrangigen Funktionären der mit dem Iran verbündeten Gruppe gegolten. Das Ergebnis werde derzeit überprüft. Ob der Verteidigungsminister der Huthi unter den Opfern ist, ging aus der Erklärung Maschats nicht hervor.

Rahwi war vor fast einem Jahr ins Amt gekommen. Als faktischer Regierungschef galt jedoch sein Stellvertreter Mohammed Moftah, der am Samstag die Regierungsgeschäfte übernahm. Rahwi wurde vielmehr als Symbolfigur angesehen, die nicht zum inneren Führungszirkel der Huthi gehörte.

Die Gruppe greift als Zeichen der Solidarität mit den Palästinensern im Gazastreifen Schiffe im Roten Meer an. Zudem haben sie Raketen auf Israel abgefeuert, die jedoch grösstenteils abgefangen wurden. Israel reagiert darauf mit Angriffen auf Gebiete im Jemen, die von den Huthi kontrolliert werden.

(Reuters)