Im Fokus steht dabei vor allem der Hoffnungsträger Quviviq (Daridorexant). Der Umsatz insgesamt ging im ersten Halbjahr um 21 Millionen auf 110 Millionen Franken zurück, wie Idorsia am Donnerstag mitteilte. Rund 91 Millionen erwirtschaftete die Gesellschaft mit dem Schlafmittel Quviviq. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist dies ein Anstieg um 62 Prozent.

Operativ resultierte nach US-GAAP ein Verlust von 63 Millionen Franken. Im Vorjahr hatte Idorsia aufgrund einer einmaligen Zahlung im Zusammenhang mit dem Vitaris-Vertrag einen Quartalsgewinn von 64 Millionen ausgewiesen.

Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 152 Millionen nach einem ebenfalls durch den Einmaleffekt verzerrten Gewinn von 52 Millionen im Vorjahr. Zudem lastete im ersten Halbjahr 2026 der Anstieg der Finanzaufwendungen um 81 Millionen auf dem Ergebnis.

Die liquiden Mittel beliefen sich den Angaben zufolge per Ende Juni auf 89 nach 95 Millionen per Ende März.

«Das kommerzielle Portfolio, die Entwicklungsprogramme und die Forschungspipeline von Idorsia bergen ein erhebliches ungenutztes Potenzial», wird VRP und aktuell amtierender CEO Jean-Paul Clozel in der Mitteilung zitiert.

Quviviq legt weiter zu, Ausblick bestätigt

Eine wichtige Rolle in der weiteren Strategie spielt denn auch der Hoffnungsträger Quviviq. Damit geht es für Idorsia weiter voran. Während es von Idorsia in Nordamerika und Europa vermarktet wird, ist es in wichtigen Märkten im asiatisch-pazifischen Raum und im Nahen Osten über Vertriebspartnerschaften erhältlich. Die Markteinführung in weiteren mittel- und osteuropäischen Ländern sei nach Abschluss der fortgeschrittenen Verhandlungen über eine Vertriebsvereinbarung geplant, während strategische Vertriebspartnerschaften in Lateinamerika und im Nahen Osten die geografische Reichweite und die kommerzielle Reichweite des Mittels weiter ausbauen sollen.

Auch mit dem Blutdrucksenker Aprocitentan kommt Idorsia laut Mitteilung voran und hat demnach ein Finanzierungsangebot erhalten. Damit soll die Vermarktung von TRYVIO/JERAYGO in den USA und Europa im Rahmen von Co-Promotion-Partnerschaften finanziert werden.

Auch für die weiteren Pipelineprojekte - dem Schlafmittelwirkstoff Daridorexant bei Kindern, dem Blutdruckmittel Aprocitentan oder dem Mittel Lucerastat zur Behandlung der Fabry-Krankheit - seien Studien geplant oder liefen bereits.

Für das laufende Jahr 2026 hält das Unternehmen an seinem Ausblick fest. Entsprechend erwartet Idorsia weiterhin eine Beschleunigung der Umsätze mit Quviviq und will im Gesamtjahr damit 200 Millionen Franken umsetzen. Operativ dürften indes noch rote Zahlen stehen. Wie zuletzt bekräftigt, rechnet Idorsia mit einem operativen Verlust nach US-GAAP in Höhe von 160 Millionen.

(AWP)