Am Dienstag gaben die Aktien von Zurich Insurance um 6,7 Prozent auf 536,60 Franken nach. Das Tagestief lag sogar bei 532,20 Franken. Keine Aktie des Swiss Market Index (SMI) wurde so sehr verkauft wie diese.
Das Versicherungsunternehmen hatte mitgeteilt, es platziere in einem beschleunigten Bookbuilding-Verfahren knapp 7,1 Millionen neue Namenaktien. Diese Aktien mit einem Nennwert von 0,10 Franken wurden zum Preis von 550 Franken pro Titel ausgegeben. Den Erlös verwendet Zurich, um die Übernahme der britischen Gesellschaft Beazley zu finanzieren.
Die Transaktion selbst wurde derweil in den Analystenkommentaren insgesamt wohlwollend kommentiert, zum Beispiel: Die Übernahme versetze Zurich schneller in die Lage, die Finanzziele für den Zeitraum 2025 bis 2027 zu übertreffen, schrieb die Bank Vontobel. Die Dividendenpolitik von Zurich bleibe von der Transaktion unberührt, was nach Ansicht des zuständigen Analysten wichtig ist.
Allerdings ist auch auf gewisse kritische Punkte verwiesen worden. So seien die erwarteten Synergien von 150 Millionen Franken mit Blick auf den stolzen Übernahmepreis und die Restrukturierungskosten von 300 Millionen USD-Dollar eher moderat, sagt die Privatbank Berenberg.
Die Verluste von Zurich am Dienstag kamen in einem ohnehin angespannten Markt zustande. Der SMI büsste rund 3 Prozent ein. Auch andere Finanztitel standen erheblich unter Druck, beispielsweise Swiss Life (minus 4,7 Prozent) oder UBS (minus 3,6 Prozent).
Die trübe Gesamtlage spiegelt die Unsicherheiten rund um den Iran-Konflikt. Ob die Zurich-Valoren im Handel am Mittwoch wieder eher gefragt sind, wird sich nach der Börseneröffnung zeigen.
(cash)
