Die Aktien von Zurich Insurance kennen in der laufenden Börsenwoche nur die Richtung nach unten. Seit Montag hat der Titel 4,0 Prozent an Wert verloren und seit Jahresbeginn resultiert bei der dividendenstarken Aktie ein Minus von 6,4 Prozent.
Allerdings ist Zurich nicht der einzige Schweizer oder US-Finanzvalor, welcher jüngst nach unten durchgereicht wurde. Kursverluste setzte auch für Swiss Life und Swiss Re ab. Und selbst die so erfolgsverwöhnten Aktionäre der Kantonalbanken oder der UBS sahen sich jüngst mit Kursverlusten konfrontiert.
Auffallend ist, wie jüngst ein Analyst trotz wohlwollender Worte goldrichtig lag mit der Einschätzung. Jefferies hatte die Einstufung am 23. September auf «Hold» belassen, mit einem unveränderten Kursziel von 520 Franken. In einem Kommentar verwiesen die Analysten um Philip Kett im Nachgang einer Investorenveranstaltung darauf, dass der Versicherer beim Wachstum die Margensicherung der reinen Volumenausweitung vorzieht. Zudem gehen die Analysten davon aus, dass die Erreichung der gesetzten Finanzziele durch die Beazley-Übernahme zusätzlich gestützt werden dürfte, wie aus der Einschätzung hervorgeht.
Auf der anderen Seite lagen die Analysten von RBC Capital Markets daneben. Sie stuften die Zurich-Aktie am 22. September bei einem Kurs von 588 Franken neu mit «Outperform» und einem Kursziel von 650 Franken ein. Die Experten hoben neben dem Beazley-Zukauf die Entwicklung im Schaden- und Unfallgeschäft sowie Spielräume für künftige Kapitalausschüttungen hervor.
In den Kommentaren spiegelt sich die Erwartung von RBC wider, dass Zurich durch gezielte Akquisitionen und eine disziplinierte Zeichnungspolitik seine Ertragskraft stärken werde. Die Balance zwischen Margenqualität und Volumenwachstum gelte am Markt als wesentlicher Treiber für die Bewertung des Schweizer Konzerns.
Mit einer Dividendenrendite von 5,3 Prozent ist der Titel weiterhin attraktiv, auch wenn die Titel von Zurich im Vergleich zur europäischen Konkurrenz höher bewertet sind und folglich in der Kursentwicklung etwas hinterherhinken. Ferner ist zu beachten, dass die Zurich-Aktien tendenziell zwischen August und Februar keine grossen Sprünge machen. Erst im Hinblick auf die Dividendenauszahlung im Mai geht es für die Zurich-Aktien im Normalfall wieder nach oben.

