Die Aktien von BB Biotech fangen den 0,88-prozentigen Rücksetzer vom Mittwoch auf und steigen um 0,36 Prozent auf 56,40 Franken. Damit sind sie seit Anfang Juni um 36,2 Prozent vorgerückt. Auf dem momentanen Niveau standen die Titel der auf Biotech-Werte fokussierten Beteiligungsgesellschaft zuletzt im Februar 2023, vor dreieinhalb Jahren.

Die Avancen der vergangenen Wochen wurden von einem aus Investorensicht erfreulichen Bericht zum zweiten Quartal 2026 begleitet. Er wies einen Nettogewinn von 451 Millionen Franken aus, der auf Fehlbeträge von 21 Millionen Franken im ersten Quartal 2026 beziehungsweise 100 Millionen Franken im zweiten Quartal 2025 folgte. Zudem erzielte der Nettoinventarwert von BB Biotech im zweiten Quartal 2026 eine Gesamtrendite von 17,2 Prozent.

Getragen wird die Ergebnisentwicklung bei der im Swiss Performance Index (SPI) gelisteten Gesellschaft vom positiven Abschneiden der im Portfolio enthaltenen Titel. Zu diesen zählen unter anderem Amgen, Argenx, Vertex Pharmaceuticals sowie Regeneron Pharmaceuticals. Diese haben sich in den zurückliegenden Wochen und Monaten überwiegend positiv entwickelt.

So erreichte die Aktie von Regeneron Pharmaceuticals vor wenigen Tagen den höchsten Wert seit November 2024. Die Valoren von Amgen, Argenx und Vertex Pharmaceuticals bewegen sich gegenwärtig sogar auf Rekordniveau.

Indes berichtet BB Biotech jüngst von einer Konsolidierung im Biotechnologiesektor. Das Portfolio sei zwar nach wie vor diversifiziert und für langfristige Wertschöpfung gut aufgestellt. Eine disziplinierte Titelselektion werde nun aber wieder stärker zum entscheidenden Erfolgsfaktor.

Die Analystenabdeckung von BB Biotech ist vergleichsweise dünn. Ende Juli sah der zuständige Spezialist von Julius Bär das Kursziel bei 48 Franken und damit unter dem aktuellen Stand; die Einstufung lautet «Hold». Derweil hat der zuständige Experte von Kepler Cheuvreux das Preisziel bei 73 Franken, also über der momentanen Notiz, veranschlagt und mit einer Kaufempfehlung unterstrichen. Diese Einschätzung stammt jedoch vom vergangenen Februar.

Unterdessen hat das Management die Dividendenpolitik überarbeitet und eine Zieldividendenrendite von 3 bis 5 Prozent eingeführt. «Damit werden die Ausschüttungen künftig noch enger an die langfristige Anlageperformance gekoppelt», hiess es in der Medienmitteilung von Ende Juli zum Zweitquartalsbericht. Bislang wurde den Investoren eine Dividendenrendite von 5 Prozent des durchschnittlichen Aktienkurses im Dezember des Geschäftsjahres zugesagt.

Reto Zanettin
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