Dies geht vor allem auf die Abschaffung der Hinzuverdienstgrenze zurück, wie eine am Freitag veröffentlichte Analyse des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt. Diese wurde gefördert durch das Forschungsnetzwerk Alterssicherung. 2023 war die Grenze für Frührentner weggefallen. Ziel war es, ältere Menschen im Arbeitsmarkt zu halten und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Der Anteil der Menschen mit 45 Versicherungsjahren, die abschlagsfrei in Rente gingen und mehr als in einem Minijob verdienten, stieg der Untersuchung zufolge von 18 Prozent im Jahr 2022 auf 25 Prozent im Jahr 2023. Das gleiche Muster zeigte sich demnach bei den langjährig Versicherten, die nach 35 Versicherungsjahren schon ab 63 Jahren mit Abschlägen in Rente gehen. Hier stieg der Anteil von acht auf 14 Prozent.
Aus Sicht der IW-Experten untergräbt die Reform damit ihr Ziel, den Eintritt in die Rente im Durchschnitt nach hinten zu verschieben. «Die Regierung sendet gegensätzliche Signale an die Babyboomer: Zum einen erhöht sich bis 2031 die Regelaltersgrenze auf 67 Jahre. Zum anderen werden vorzeitige Renteneintritte für die Gemeinschaft teuer ermöglicht», sagte IW-Arbeitsmarktökonomin Stefanie Seele.
(Reuters)

