Die chinesische Wirtschaft hat zu Jahresbeginn ein uneinheitliches Bild gezeigt. Während die seit Jahren andauernde Immobilienkrise die Konjunktur weiter bremste, legte die Industrieproduktion in einigen Bereichen zu. Das geht aus am Montag veröffentlichten Daten des nationalen Statistikamtes hervor. Die Preise für neue Häuser sanken im Februar weiter, während die Produktion von Aluminium und der Durchsatz von Rohöl in den ersten beiden Monaten des Jahres zulegten.
Die Immobilienpreise gaben im Februar um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat nach. Im Jahresvergleich betrug der Rückgang 3,2 Prozent, was den stärksten Preisverfall seit acht Monaten darstellt. In 53 der 70 untersuchten Städte sanken die Preise. In Metropolen wie Peking und Schanghai legten sie jedoch leicht zu. Andere Daten zeigten zudem, dass die Immobilieninvestitionen in den ersten beiden Monaten des Jahres um 11,1 Prozent im Jahresvergleich zurückgingen.
Der chinesische Immobiliensektor befindet sich seit fast fünf Jahren in einer Krise und belastet die gesamte Wirtschaft. Auslöser waren staatliche Massnahmen ab 2020, die die Verschuldung von Immobilienfirmen begrenzen sollten. Die Regierung in Peking will den Markt zwar stabilisieren, schreckt aber vor neuen landesweiten Konjunkturprogrammen zurück. Im Anfang März vorgestellten 15. Fünfjahresplan kündigte sie an, die Systeme für die Immobilienentwicklung, -finanzierung und den -verkauf zu verbessern.
Dagegen stieg die Produktion von Primäraluminium in den ersten beiden Monaten um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Als Grund gelten höhere Gewinnmargen für die Hersteller. Auch der Rohöldurchsatz der Raffinerien legte um 1,9 Prozent zu, gestützt durch eine höhere Auslastung der Anlagen. China fasst die Daten für Januar und Februar zusammen, um statistische Verzerrungen durch das Neujahrsfest auszugleichen.

