Für das laufende Jahr rechne die Mehrheit der befragten Marktteilnehmer mit einer weitgehenden Stagnation der Transaktionsumsätze, sagte Florian Schwalm von EY Real Estate am Mittwoch. «Der immobilienwirtschaftliche Frühling lässt auf sich warten», bilanzierte er. Steigende Preise würden für Wohnimmobilien erwartet, Sorgen bereiteten der Branche dagegen Büroimmobilien und Shopping-Center in schlechteren Lagen. Eine Linderung der Krise beim Wohnungsbau erwarteten die Befragten nicht - dazu fehle es den beschlossenen Reformen an Durchschlagskraft.
Die über Jahre erfolgsverwöhnte Immobilienbranche war durch rasch steigende Zinsen der Zentralbanken, explodierende Baukosten und den Preisverfall bei Immobilien vor allem 2022 und 2023 in die Krise geschlittert. Grosse Immobilienkonzerne mussten ihre Portfolien in der Folge stark abwerten und sich von Wohnungen trennen, um ihre Schuldenlast zu reduzieren. Jetzt hat sich der Wind auch durch gesunkene Zinsen wieder gedreht. «Nach drei Jahren der Stagnation wachsen wir jetzt wieder mit hoher Dynamik», hiess es zuletzt beim auf Wohnimmobilien spezialisierten deutschen Branchenprimus Vonovia.
(Reuters)

