Im Februar legten die für europäische Vergleichszwecke berechneten Verbraucherpreise (HVPI) im Jahresvergleich um 1,1 Prozent zu, wie das Statistikamt Insee am Freitag in Paris nach einer ersten Schätzung mitteilte. Im Januar hatte die Teuerung nur bei 0,4 Prozent. Im Vergleich zu anderen Ländern der Eurozone ist dies eine ungewöhnlich niedrige Inflation.
Analysten hatten einen Anstieg der Teuerung erwartet, waren aber im Schnitt nur von einer Jahresrate von 0,8 Prozent ausgegangen. Wie das Statistikamt weiter mitteilte, legten die französischen Verbraucherpreise im Februar um 0,8 Prozent im Monatsvergleich zu und damit ebenfalls stärker als erwartet.
Trotz der stärkeren Teuerung liegt die Inflation in der zweitgrössten Eurozonen-Volkswirtschaft nach wie vor deutlich unter der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB), die für den gesamten Euroraum eine Inflation von mittelfristig zwei Prozent anstrebt.
Erneut wurde die Inflation in Frankreich durch einen deutlichen Rückgang der Energiepreise im Jahresvergleich gebremst. Angetrieben wurde die Teuerung hingegen durch einen überdurchschnittlich starken Anstieg der Preise für frische Lebensmittel.
In Spanien hat sich die Inflation im Februar ebenfalls überraschend verstärkt. Die nach europäischen Standards berechneten Verbraucherpreise (HVPI) legten im Jahresvergleich um 2,5 Prozent zu, wie das Statistikamt INE am Freitag in Madrid nach einer ersten Schätzung mitteilte. Analysten hatten im Schnitt einen weiteren Rückgang der Jahresrate auf 2,3 Prozent erwartet nach 2,4 Prozent im Januar.
(AWP)

