In Österreich hat sich der Preisauftrieb im Frühjahr leicht verstärkt. Der nach europäischen Kriterien berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) stieg im April im Jahresvergleich auf 3,3 Prozent, wie die Statistik Austria am Donnerstag auf Basis einer Schnellschätzung mitteilte. Im März hatte die Teuerungsrate bei 3,2 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise um 0,4 Prozent.
Angetrieben wurde die Inflation den Angaben zufolge vor allem durch die Energiepreise, die stark von der geopolitischen Lage beeinflusst wurden. Diese verteuerten sich um 10,7 Prozent, nachdem das Plus im März noch bei 6,2 Prozent gelegen hatte. Preisdämpfend wirkten laut der Generaldirektorin der Statistik Austria, Manuela Lenk, der frühe Ostertermin sowie die im April eingeführte Spritpreisbremse. Aus diesem Grund stiegen die Dienstleistungspreise als wichtigster Inflationstreiber mit 3,9 Prozent deutlich schwächer als im Vormonat mit 4,5 Prozent. Bei Nahrungsmitteln, Tabak und Alkohol lag das Plus bei 2,7 Prozent nach 2,4 Prozent im März. Die sogenannte Kerninflation, die die Bereiche Dienstleistungen und Industriegüter umfasst, betrug 2,7 Prozent.
(Reuters)

