In den USA hat der Ölpreisschock infolge des Iran-Krieges die ‌Inflationsrate kräftig ⁠in die Höhe getrieben. Die Konsumentenpreise ⁠stiegen im März um 3,3 Prozent zum Vorjahresmonat, wie ‌das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. ‌Von Reuters befragte Volkswirte ​hatten damit gerechnet. Die Teuerung hatte im Februar und damit vor Ausbruch der Kämpfe in Nahost noch bei 2,4 Prozent gelegen.

Auch die ‌Kerninflation ohne schwankungsanfällige Preise für Energie und Lebensmittel zog im März an - und zwar ​auf 2,6 Prozent, nach 2,5 Prozent im ​Februar. Die US-Notenbank ​Federal Reserve achtet besonders auf diese Teuerungsrate, da sie ‌den zugrunde liegenden Inflationstrend gut abbildet. Die Fed beliess den Leitzins zuletzt in der Spanne ​von ​3,50 bis 3,75 ⁠Prozent. Mit Blick auf den ​künftigen Kurs hält ⁠sie sich allerdings alle Optionen offen. Fed-Chef ‌Jerome Powell hat jüngst eine weiter abwartende geldpolitische Haltung signalisiert. Die längerfristigen Inflationserwartungen ‌seien trotz des aktuellen Energieschocks offenbar ​stabil. 

(Reuters)