Die Aktien notieren unter dem Tickersymbol INFRAC am Donnerstag im frühen Handel leicht unter ihrem Ausgabepreis. Um 9.30 Uhr werden die Papiere zu 53,10 Franken gehandelt, nachdem sie den Handel genau auf dem Ausgabepreis von 54,00 Franken eröffnet hatten. Die Börsenkapitalisierung beläuft sich damit auf knapp 826 Millionen Franken. Bisher wurden gut 191'000 der Titel gehandelt. Der Gesamtmarkt (SPI) steht derweil 0,27 Prozent höher.
IPO soll Wachstum vorantreiben
Infracore hatte seinen Pläne Mitte Juni angekündigt. Mit dem Geld aus dem Börsengang - rund 200 Millionen Franken - will der auf Gesundheitsimmobilien spezialisierte Konzern unter anderem seine Sale-and-Leaseback- sowie Entwicklungspipeline finanzieren, ein Aktionärsdarlehen teilweise zurückzahlen und seine Kapitalstruktur für weiteres Wachstum stärken. Gleichzeitig soll die Börsenkotierung die Visibilität erhöhen.
Für die Mehrheitsaktionärin Aevis Victoria ist der IPO zudem Teil ihrer Strategie, sich zu einer Investmentgesellschaft mit Fokus auf strategische Beteiligungen im Gesundheits-, Hospitality- und Infrastrukturbereich weiterzuentwickeln.
Portfolio 1,4 Milliarden Franken schwer
Infracore hält und bewirtschaftet ein Portfolio im Wert von rund 1,4 Milliarden Franken, bestehend aus 47 Liegenschaften an 19 Standorten in der Schweiz. Dabei stellt die Gesellschaft zwar die Infrastruktur für die medizinischen Dienstleistungen der Mieter, ist aber nicht am eigentlichen Betrieb beteiligt.
Die Mieterträge von Infracore beliefen sich 2025 auf 66,1 Millionen Franken. In den Immobilien lag die Leerstandsquote per Ende 2025 bei 1,3 Prozent. Zudem verfügt das Unternehmen über eine Entwicklungspipeline mit einem Potenzial von rund 42'000 Quadratmetern.
Mittelfristig plant das Unternehmen, mehr als 300 Millionen Franken für wachstumstreibende Zukäufe einzusetzen. Zudem sollen rund 20 Millionen Franken in weitere Renovations- und Instandhaltungen im Bestandsportfolio investiert werden.
(AWP)

