Apollo habe ein nicht-bindendes Angebot für den ‌grössten deutschen Gaskonzern abgegeben, sagten am ​Mittwoch zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Uniper und Apollo lehnten eine Stellungnahme ab. Am 21. September war die Frist für nicht-bindende Gebote abgelaufen. Der Bund fährt bislang zweigleisig: Er lotet ‌sowohl einen Verkauf als auch einen Börsengang von Uniper aus.

Experten schätzen den Wert des Konzerns auf rund zehn Milliarden Euro. Der Bund hatte ​Uniper in der Energiekrise 2022 verstaatlicht und damit vor ​einer drohenden Pleite bewahrt. Das Bundesfinanzministerium verwaltet ​das Paket des Staates in Höhe von 99,12 Prozent. Es hatte angekündigt, bis ‌zu 74,12 Prozent auf den Markt bringen zu wollen. Berater sind JP Morgan und die UBS.

Insidern zufolge haben eine Reihe von Interessenten nicht-bindende Angebote ​eingereicht, ​hatte Reuters bereits berichtet. Hierzu gehörten ⁠die EPH-Gruppe des tschechischen Milliardärs Daniel Kretinsky ​und der norwegische Versorger Equinor. ⁠Der kanadische Pensionsfonds CPPIB und Brookfield hätten eine gemeinsame Offerte eingereicht. Gleiches ‌gelte für den Essener Rivalen RWE und den Investor KKR, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Die Unternehmen ‌wollten sich dazu nicht äussern. Von Equinor war ​zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

(Reuters)