Der Gesamtertrag aus dem Investmentbanking sank bei Jefferies um 44 Prozent. Mit 681,8 Millionen Dollar lag er über dem Mittel der von Bloomberg zusammengestellten Analystenschätzungen von 672 Millionen Dollar. Die Bank warnte jedoch, die Investmentbanking-Pipeline ähnele der des letzten Quartals und die Realisierung hänge weiterhin von den Marktbedingungen ab.
Wall-Street-Topmanager haben in den letzten Wochen gewarnt, dass die Kunden noch immer durch die Inflation, die Zinserhöhungen der Federal Reserve und die Gefahr einer Rezession verängstigt seien. Dies veranlasse viele von ihnen dazu, Fusionen zu vermeiden - was das Kapitalmarktgeschäft einbrechen lasse.
Mit Schub aus dem Aktienhandel erwirtschafteten die Jefferies-Trader im Berichtsquartal überraschend einen Ertragsanstieg auf 452 Millionen Dollar. Die Einnahmen aus dem Handel mit festverzinslichen Wertpapieren indessen sanken um 15 Prozent. Die Bank verwies auf "geringere Handelsvolumina, Mark-to-Market-Verluste bei bestimmten Hypothekenbestandspositionen und eine Verlangsamung der Verbriefungsaktivitäten".
Die am Mittwoch vorgelegten Zahlen geben einen Vorgeschmack auf die Signale, die die Berichtssaison zum US-Investmentbanking bereithalten dürfte. In Deutschland legt am 26. Oktober die Deutsche Bank ihre Neun-Monats-Ergebnisse vor. Am 9. November folgen die Zahlen der Commerzbank.
(Bloomberg)
