Das vom Finanzdienstleister State Street ermittelte weltweite Anlegervertrauen, in das auch Schweizer Daten einfliessen, ist gegenüber Mai von revidierten 89,7 auf 95,8 Punkten gestiegen, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst.
Der Index habe sich somit den sechsten Monat in Folge verbessert. Dies sei eine Serie, die in den 25 Jahren seit der Einführung des Index nur einmal - im Jahr 2009 - erreicht worden sei.
Beim State Street Investor Confidence Index drückt ein Wert von 100 eine neutrale Haltung aus. Somit deutet der aktuelle Stand trotz des klaren Anstiegs gleichwohl noch immer auf eine generelle Zurückhaltung hin.
Zudem gibt es nach wie vor grosse regionale Unterschiede. So stieg der Index für Europa um 5,0 auf 104,9 Punkte und jener für Nordamerika um 4,9 auf 90,0 Punkte. Hier habe die Beilegung des Streits um die Schuldenobergrenze ein erhebliches Marktrisiko verschwinden lassen. In Asien hingegen ging der Index um 4,3 auf 96,7 Punkte zurück, was mit dem holprigen Konjunkturverlauf in China erklärt wird.
Der Index misst laut den Angaben das Vertrauen und die Risikobereitschaft der Anleger quantitativ, indem er das tatsächliche Kauf- und Verkaufsverhalten institutioneller Investoren untersucht. Er stützt sich damit - im Gegensatz zu anderen Indizes - nicht auf Umfragen ab.
(AWP)
