Nordsee-Rohöl der Sorte Brent verbilligte sich um bis zu 11,3 Prozent auf 97,42 Dollar je Fass und notierte damit erstmals seit dem 22. April wieder unter der Marke von 100 Dollar. US-Leichtöl WTI verlor bis zu 12,9 Prozent auf 89,06 Dollar je Fass. Beide Kontrakte erreichten damit ihren niedrigsten Stand seit zwei Wochen. Sie steuerten in absoluten Zahlen zudem auf ihren grössten täglichen Rückgang seit einem Monat zu.
Die USA und der Iran kommen pakistanischen Vermittlerkreisen zufolge einer Vereinbarung für ein Kriegsende näher. Ein entsprechender Bericht des US-Nachrichtenportals Axios sei zutreffend, hiess es. Die Schlagzeilen hätten an den Börsen «eingeschlagen wie eine Bombe», sagte IG-Marktanalyst Christian Henke. Allerdings sei eine Einigung noch nicht in trockenen Tüchern. «Zu oft wurden die Anleger eines Besseren belehrt und zeigten sich anschliessend enttäuscht. Doch der erste Schritt in die richtige Richtung scheint getan zu sein.»
Axios zufolge sollen in einer 30-tägigen Verhandlungsphase die iranische Blockade der Schifffahrt in der Strasse von Hormus und die US-Blockade iranischer Häfen schrittweise aufgehoben werden. Die Lieferausfälle bei Rohöl seit Kriegsbeginn im Februar hatten die Preise hochkatapultiert. Der Brent-Preis notierte vergangene Woche auf dem höchsten Stand seit März 2022.
(Reuters)

