Der Dollar hat am Montag zu den meisten anderen wichtigen Währungen zugelegt, da der wiederaufgeflammte Konflikt im Nahen Osten ‌die ⁠Inflationssorgen schürt und die Aussicht auf Zinserhöhungen der Zentralbanken verstärkt. Zum Yen legte ⁠der Dollar um 0,1 Prozent auf 161,92 Yen zu. Der Euro schwächte sich um ‌0,1 Prozent auf 1,1403 Dollar ab, während das ‌britische Pfund um 0,1 Prozent auf ​1,3383 Dollar nachgab.

Am Wochenende hatten sich die USA und der Iran gegenseitig mit Raketen und Drohnen angegriffen. Teheran erklärte, es habe die wichtige Strasse von Hormus erneut geschlossen. Die Ölpreise zogen an. «Der Dollar hat auf ‌das Aufflammen der Kämpfe am Wochenende reagiert, wobei der Rohölpreis der entscheidende Faktor war», sagte der Marktanalyst Tony Sycamore von IG in Sydney. «Dies schürt erneut die ​Sorge, dass bei einem weiteren Anstieg der Energiepreise die ​Zinserhöhungen vorgezogen werden könnten.»

Die Händler gehen mehrheitlich ​von zwei Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve bis zum Jahresende aus. Die Fed-Funds-Futures preisen eine ‌implizite Wahrscheinlichkeit von 52,1 Prozent für zwei oder mehr Zinserhöhungen bis zur Dezember-Sitzung der US-Notenbank ein, verglichen mit einer Wahrscheinlichkeit von 47,6 Prozent am Freitag. ​Die Inflationsrisiken ​dürften in der kommenden Woche im ⁠Mittelpunkt stehen. Am Dienstag werden die US-Verbraucherpreisdaten veröffentlicht, ​am darauffolgenden Tag die ⁠Erzeugerpreise. Zudem steht die Anhörung des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh vor dem Repräsentantenhaus ‌und dem Senat an.

Die Bank von Japan könnte einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum für ‌das Fiskaljahr 2026 anheben. Bei den Kryptowährungen fiel Bitcoin ​um 0,6 Prozent auf 63.770,42 Dollar, während Ether um 1,1 Prozent auf 1801,28 Dollar nachgab. 

(Reuters)