Besonders hart unter den Hedgefonds hatte es dem Vernehmen nach Millennium Management getroffen: Der Branchenriese habe in der Woche bis zum 6. März rund 1,5 Milliarden Dollar eingebüsst, das entspricht 1,7 Prozent des zuletzt ausgewiesenen Vermögens. Balyasny Asset Management habe 3,5 Prozent verloren, wie darüber informierte Kreise berichten. Point72 Asset Management kam Insidern zufolge auf ein Minus von 1,1 Prozent.
Bei Millennium haben die Verluste einen Grossteil der zuvor erzielten Rendite ausgelöscht. Der Hedgefonds mit einem verwalteten Vermögen von 86,7 Milliarden Dollar habe bis Ende Februar noch ein Plus von 2 Prozent verbucht. Balyasny lag Insidern zufolge in den ersten beiden Monaten des Jahres 0,4 Prozent im Plus, während die jüngsten Einbussen den Jahreszuwachs von Point72 bis zum 6. März auf 3,4 Prozent gedrückt hätten. Balyasny verwaltet laut Website 32 Milliarden Dollar, Point72 kommt auf 45,7 Milliarden Dollar.
Die drei Hedgefonds wollten sich dazu nicht äussern. Seit die USA und Israel am 28. Februar eine Serie von Angriffen auf den Iran begonnen haben, die sich gegen die Führung des Landes und strategische Ziele richteten, stehen Aktien, Anleihen und andere Anlageklassen unter Druck.
Der Ölpreis ist zeitweise auf fast 120 Dollar je Barrel gestiegen, weil Anleger Förderkürzungen befürchteten. Mittlerweile ist er auf rund 100 Dollar eingependelt.
Belastet worden sind Hedgefonds zudem durch Wetten auf den britischen Zinsmarkt. Die Spannungen im Nahen Osten haben eine abrupte Neubewertung der geldpolitischen Erwartungen an die Bank of England erzwungen.
Millennium erzielte im vergangenen Jahr ein Plus von 10,5 Prozent. Balyasny kam auf 16,7 Prozent, Point72 auf 17,5 Prozent, wie Bloomberg News berichtet hat.
(cash/Bloomberg)

