Die britische Denkfabrik Oxford Economics erwartet ein Wachstum von minus 0,2 Prozent für die Länder des Golf-Kooperationsrates (GCC), eine Revision der Wachstumserwartungen um 4,6 Prozentpunkte im Vergleich zum Zeitpunkt vor dem Krieg.

Die Korrektur spiegele einen Rückgang bei Ölproduktion, Exporten, Tourismus und Binnennachfrage wider, so die Analysten. Seit Wochen ist die Strasse von Hormus fast vollständig für den Schiffsverkehr geschlossen. Damit können die Länder am Golf ihre zentralen Exportgüter Öl und Gas kaum noch verschiffen.

Dem Golf-Kooperationsrat gehören Saudi-Arabien, Oman, Katar, Bahrain, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Nach Angaben von Oxford Economics fällt die Prognoserevision für Saudi-Arabien und Oman schwächer aus, da die beiden Länder weniger von der Strasse von Hormus abhängig seien.

Spritpreise schnellen auch am Golf nach oben

Die Vereinigten Arabischen Emirate heben Medienberichten zufolge massiv die Spritpreise an. Diesel wird demnach beispielsweise ab April mehr als 70 Prozent teurer und steigt auf umgerechnet etwa 1,11 Euro pro Liter. In den Emiraten werden Spritpreise entsprechend der Entwicklung internationaler Energiepreise bestimmt.

Gute Finanzpolster lassen den reichen arabischen Ländern jedoch auch Möglichkeiten gegenzusteuern. So kündigte Dubais Kronprinz und Vize-Premierminister Hamdan bin Mohammed eine Finanzspritze für den Wirtschaftssektor des Emirats in Höhe von umgerechnet knapp 240 Millionen Euro an.

(AWP)