Grund dafür seien die israelischen Angriffe ‌auf ⁠den Libanon, meldete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Montag. Tasnim zufolge wird ⁠es erst dann wieder Gespräche zur Beendigung des seit drei Monaten andauernden Iran-Kriegs ‌geben, wenn die Forderungen des Irans erfüllt sind. ‌Dazu gehören ein sofortiges Ende ​der israelischen Militäreinsätze im Gazastreifen und im Libanon sowie der vollständige Abzug Israels aus den besetzten Gebieten im Libanon.

Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi schrieb am Montag auf der Plattform X: «Ein Bruch des Waffenstillstands an einer ‌Front ist ein Bruch an allen Fronten.» Die USA und Israel seien für die Folgen verantwortlich, erklärte er mit Blick auf die israelischen ​Einsätze im Libanon.

Tasnim zufolge haben der Iran und ​die mit ihm verbündete sogenannte Widerstandsfront – ​zu der schiitische Gruppen im Jemen, im Libanon und im Irak gehören – zudem ‌Pläne ausgearbeitet, um die Strasse von Hormus vollständig zu blockieren und eine weitere Front an der Meerenge Bab al-Mandab vor der Küste des ​Jemen ​zu eröffnen. Damit sollten Israel und ⁠dessen Unterstützer bestraft werden. Über die Meerenge ​läuft ein Grossteil des ⁠Schiffsverkehrs in Richtung Suezkanal.

Der am 28. Februar von den USA und ‌Israel begonnene Krieg hat Tausende Menschen das Leben gekostet, vor allem im Iran und im Libanon. Der Konflikt belastete ‌die Weltwirtschaft schwer und liess die Energiepreise steigen, ​nachdem der Iran die Strasse von Hormus, einen wichtigen Seeweg für Öl und Flüssigerdgas, faktisch gesperrt hat.

(Reuters)