Die Antwort sei an den Vermittler Pakistan übergeben worden, ‌meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna am Sonntag. Zudem ‌passierte erstmals seit Beginn des Krieges vor ​über zwei Monaten ein Tanker aus Katar mit Flüssigerdgas die Strasse von Hormus. Das Schiff war am Sonntag ebenfalls auf dem Weg nach Pakistan. Laut Insidern hatte Iran die Durchfahrt als vertrauensbildende Massnahme genehmigt, da Katar und Pakistan Vermittler sind.

In ‌den Gewässern Katars wurde zugleich ein Frachtschiff mit einer Drohne angegriffen. Die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten zudem den Abschuss zweier Drohnen aus dem Iran, und Kuwait gab ​bekannt, seine Luftabwehr sei gegen feindliche Drohnen vorgegangen. Katars Ministerpräsident ​Mohammed bin Abdulrahman al-Thani warnte seinen iranischen Kollegen ​Abbas Araqchi telefonisch, die Strasse von Hormus als Druckmittel zu benutzen. Zuvor hatte al-Thani am Samstag mit ‌US-Aussenminister Marco Rubio über die Vermittlungsbemühungen gesprochen.

Dem iranischen Vorschlag zufolge sollen sich die Verhandlungen in der jetzigen Phase ausschliesslich auf die Einstellung der Kampfhandlungen konzentrieren. Kurz vor ​Eingang der ​iranischen Antwort hatte US-Präsident Donald Trump ⁠erklärt, er erwarte «sehr bald» eine Antwort des Iran.

Der ​seit dem Angriff der ⁠USA und Israels auf den Iran am 28. Februar andauernde Krieg hat eine ‌weltweite Energiekrise ausgelöst. Trump steht angesichts seines bevorstehenden China-Besuchs unter Druck, den Konflikt zu beenden. Zuletzt hatte es wieder vermehrt Gefechte zwischen iranischen ‌und US-Einheiten gegeben. Der Iran blockiert die Strasse von Hormus, durch ​die vor dem Krieg ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wurde, weitgehend für die internationale Schifffahrt. 

(Reuters)