«Es wurde eine Vereinbarung getroffen zur Verlängerung der humanitären Waffenruhe im Gazastreifen um weitere zwei Tage», teilte ein Sprecher des Aussenministeriums von Katar am Montag auf dem Kurznachrichtendienst X (früher Twitter) mit. Ein Hamas-Vertreter sagte der Nachrichtenagentur Reuters in einem Telefonat, es sollten die gleichen Bedingungen wie für die bisherige Feuerpause gelten. Eine Stellungnahme Israels lag zunächst nicht vor. Ein Vertreter der USA - Israels wichtigster Verbündeter - sagte ebenfalls, der Waffenstillstand werde verlängert. Einzelheiten wurden nicht genannt. Die seit Freitag anhaltende Waffenruhe sollte ursprünglich am Montagabend nach vier Tagen enden.

Am vierten Tag der Feuerpause im Gazastreifen liess die Hamas eine vierte Gruppe von Geiseln frei. Diese sind mittlerweile auf israelischem Staatsgebiet angekommen. Dabei handelt es sich neun Kinder und zwei Frauen. Auch zwei deutsche Teenager seien unter den Freigelassenen, teilte Aussenministerin Annalena Baerbock (Grüne) am Abend auf X mit. Im Gegenzug sollten 33 weibliche und jugendliche palästinensische Häftlinge entlassen werden.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres zufolge wird die verlängerte Feuerpause im Gaza-Krieg jedoch nicht ausreichen, um die benötigte Hilfe in den Gazastreifen zu bringen. Es sei «dramatisch», was die Bevölkerung dort benötige. Guterres sprach von der Hoffnung, dass weitere Grenzübergänge geöffnet werden könnten. Dies würde es auch für Israel einfacher machen, die Lieferungen zu kontrollieren. Gegenwärtig ist nur noch ein Grenzübergang zu Ägypten geöffnet.

Tesla-Chef Elon Musk will Israel gegen die Hamas unterstützen. «Es gibt keine Wahl», sagte er während einer Online-Diskussion mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Israel. «Diejenigen, die auf Mord aus sind, müssen neutralisiert werden.» Zudem müsse die Propaganda unterbunden werden, die Menschen zu Mördern ausbilde. Dann müsse der Gazastreifen florieren. Wenn dies passiere, dürfte es «eine gute Zukunft» geben, sagte Musk. Der Besitzer von X hatte einem antisemitischen Beitrag auf dem Kurznachrichtendienst zugestimmt. Das veranlasste mehrere Konzerne dazu, ihre Werbung auf der früher als Twitter bekannten Plattform zu pausieren.

(Reuters)