Für die ersten Vorhaben Japans in den USA wurde eine Kreditvereinbarung über ‌2,2 Milliarden ⁠Dollar unterzeichnet, wie die staatliche Förderbank Japan Bank for International Cooperation (JBIC) ⁠am Freitag mitteilte. Dies ist der erste Schritt im Rahmen einer Zusage über Investitionen in ‌Höhe von insgesamt 550 Milliarden Dollar in den ‌Vereinigten Staaten. Diese ist an ein ​Handelsabkommen geknüpft, durch das die USA ihre Zölle auf japanische Importe auf 15 Prozent gesenkt haben.

Die Förderbank selbst will ein Drittel zur ersten Finnazierungsrunde beisteuern. Der Rest komme von Geschäftsbanken. Insider sagten der Nachrichtenagentur Reuters, dass es ‌sich dabei um die drei japanischen Grossbanken Mitsubishi UFJ Financial Group, Sumitomo Mitsui Financial Group und Mizuho Financial Group handelt. Deren Kredite werden von der ​ebenfalls staatlichen Export- und Investitionsversicherung Nippon Export and Investment ​Insurance abgesichert. Diese staatliche Garantie reduziert das ​Risiko für die Privatbanken und ermöglicht so erst die Finanzierung in dieser Grössenordnung.

Mit der ersten ‌Kredittranche werden drei Projekte mit einem Gesamtvolumen von 36 Milliarden Dollar angeschoben. Dazu gehören eine Anlage für den Export von Öl im US-Bundesstaat Texas, ​eine Fabrik ​für Industriediamanten in Georgia und ⁠ein mit Erdgas betriebenes Kraftwerk in Ohio.

Die Vereinbarung ​mit den USA ⁠regelt auch die Aufteilung der künftigen Gewinne. Zunächst werden die Überschüsse aus ‌den Projekten zu gleichen Teilen zwischen beiden Ländern aufgeteilt. Sobald damit eine bestimmte, vorab festgelegte Summe erreicht ist, ändert sich das ‌Verhältnis: Die USA erhalten dann 90 Prozent der weiteren ​Einnahmen. Auf diese Weise sichern sich die USA einen Grossteil der langfristigen Erträge aus den japanischen Investitionen. 

(Reuters)