Der japanische Yen hat am Donnerstag kräftig zugelegt, Beobachter vermuten ‌eine Intervention ⁠der Notenbank. Der Dollar verbilligte sich ⁠um bis zu 3,3 Prozent auf 158,00 Yen - den ‌tiefsten Stand seit Mitte Mai. «Der Yen ‌ist eine sehr ​stabile Währung. Wenn die Schwankung an einem einzigen Tag also mehr als ein Prozent beträgt, bedeutet das, dass es sich um eine Intervention ‌handelt», sagte Juan Perez, Chefanleger beim Finanzdienstleister Monex. Eine Stellungnahme des japanischen Finanzministeriums lag zunächst nicht vor.

Die ​Märkte sind seit Monaten in ​Alarmbereitschaft wegen möglicher Yen-Käufe durch ​die japanischen Behörden. Diese hatten wiederholt gewarnt, sie könnten ‌Massnahmen zur Sützung des Yen ergreifen, da die Währungsschwäche über teurere Importe die Lebenshaltungskosten in die ​Höhe ​treibt. «Offenbar haben die japanischen ⁠Behörden die durch überraschend schwache US-Konjunkturdaten ​ausgelöste Abwärtsdynamik genutzt, ⁠um Dollar zu verkaufen und den Yen ‌zu stützen», sagte Devisenexperte Roberto Cobo Garcia von der Bankengruppe BBVA.

(Reuters)