Das Wachstum im japanischen Dienstleistungssektor hat sich im April angesichts der Unsicherheit durch den Krieg im Nahen Osten und steigender Kosten deutlich abgeschwächt. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) fiel auf 51,0 Punkte von 53,4 Zählern im März, wie der Finanzdienstleister S&P Global am Freitag zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte. Dies ist das geringste Wachstum seit elf Monaten. Das Barometer hält sich damit jedoch über der Marke von 50 Punkten, die auf eine Expansion hindeutet.
Die Unternehmen verzeichneten dagegen den stärksten Anstieg der Einkaufspreise seit zwölf Monaten. Als Gründe nannten sie höhere Kosten für Treibstoff, Rohstoffe und Personal. Um diese Belastungen auszugleichen, hoben die Firmen ihre eigenen Preise so stark an wie selten seit Beginn der Datenerhebung im September 2007. Zudem schrumpfte das Exportgeschäft erstmals seit fünf Monaten. Die Stimmung in der Wirtschaft werde weiterhin durch die anhaltende Unsicherheit über den Krieg, mögliche künftige Preiserhöhungen und eine schwächere Kundennachfrage gedämpft, sagte S&P-Ökonomin Annabel Fiddes. Der Optimismus für das kommende Jahr sei auf den niedrigsten Stand seit August 2020 während der Corona-Pandemie gesunken.
(Reuters)

