Die japanische Industrieproduktion hat im Januar wegen der schrumpfenden Auslandsnachfrage im Zuge der weltweiten Konjunkturabschwächung den stärksten Rückgang seit acht Monaten erlitten. Die Industrieproduktion sank im Januar saisonbereinigt um 4,6 Prozent gegenüber dem Vormonat, wie am Dienstag aus offiziellen Daten der Regierung hervorging. Der Rückgang war deutlich stärker, als Analysten mit einem Minus von 2,6 Prozent erwartet hatten und folgte auf ein nach oben korrigiertes Wachstum von 0,3 Prozent im Dezember.

Die Unsicherheiten über die globalen Wirtschaftsaussichten belasteten weiterhin die verzögerte Erholung Japans von den Folgen der Corona-Pandemie. Vor allem der Einbruch bei Automobilprodukten um 10,1 Prozent drückte den Gesamtindex. Die Fertigung von Produktionsmaschinen ging um 13,5 Prozent zurück, elektronische Teile verzeichneten ein Minus von 4,2 Prozent. Die vom Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) befragten Hersteller erwarten einen Zuwachs von 8,0 Prozent im Februar und im März von 0,7 Prozent.

Separate Daten zeigten, dass der private Konsum dem Gegenwind steigender Lebenshaltungskosten standhält. Die japanischen Einzelhandelsumsätze stiegen im Januar um 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und übertrafen damit die mittlere Marktprognose von vier Prozent. Die Einzelhandelsumsätze verzeichneten demnach den elften Monat in Folge ein Wachstum. 

(Reuters)