In Tokio ‌legte ⁠der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um bis zu 3,3 Prozent ⁠auf den neuen Höchststand von 65'408,87 Punkten. Damit überwand er erstmals die ‌Marke von 65.000 Zählern. Der breiter gefasste ‌Topix legte in der ​Spitze um 1,6 Prozent auf 3954 Punkte zu.

Die Hoffnung auf sinkende Strompreise beflügelte in Tokio vor allem den energieintensiven KI-Sektor. Japans stark von Energieimporten abhängige Wirtschaft profitierte besonders von der Aussicht ‌auf eine Öffnung der Strasse von Hormus. US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende erklärt, Washington und Teheran hätten dazu weitgehend eine Absichtserklärung ​ausgehandelt, ruderte später jedoch etwas zurück.

«Der Ton deutet ​durchweg auf eine Art Lösung ​hin», sagte Chris Weston, Analysechef beim Broker Pepperstone. Was eine Frist angehe, seien ‌die Anleger sehr geduldig geworden. Anleger griffen auch bei chinesischen Aktien zu - vor allem im Bergbausektor.

Das schwerste Grubenunglück in China seit ​17 ​Jahren hatte die Erwartung strengerer ⁠Sicherheitskontrollen und damit einer Angebotsverknappung geschürt. Zudem ​schlugen die Aktien ⁠der Online-Broker einen Erholungskurs ein, nachdem sie am Freitag nach der ‌Ankündigung Pekings nachgegeben hatten, schärfer gegen illegale grenzüberschreitende Geldtransfers vorzugehen. Laut den Analysten von SWS Research sind ‌die Auswirkungen auf den Gesamtmarkt begrenzt. 

(Reuters)