Die japanische Notenbank (BOJ) debattiert über weitere und möglicherweise raschere Zinserhöhungen. Grund dafür sind die durch den Nahost-Krieg gestiegenen Ölpreise und die damit angefachte Inflation, wie aus dem am Montag veröffentlichten Protokoll der Zinssitzung vom März hervorging.
Ein Mitglied des neunköpfigen Führungsgremiums warnte demnach vor einer Stagflation wie in den 1970er Jahren, sollte der Preisdruck durch die Energiekosten anhalten. Ein weiteres Mitglied wies auf die Gefahr hin, dass die Zentralbank mit ihrer Geldpolitik unbeabsichtigt ins Hintertreffen geraten könnte, falls sich die Teuerung verfestige. Sollte der Konflikt im Nahen Osten andauern, müsse die BOJ das Tempo der Zinserhöhungen womöglich anziehen und zu einer neutralen oder restriktiven Linie übergehen, hiess es in einer dritten Stellungnahme.
Auf ihrer Sitzung im März hatte die Bank of Japan die Leitzinsen zwar stabil gehalten, jedoch ihre Neigung zu einer strafferen Geldpolitik bekräftigt. Dabei warnte sie, dass die steigenden Ölpreise den Inflationsdruck verstärken könnten. Neben den Energiekosten bereiten den Währungshütern dem Protokoll zufolge auch die steigenden Importkosten aufgrund des schwachen Yen sowie stetige Lohnerhöhungen Sorge.

