Damit würde die Teuerung deutlich über dem Zielwert von zwei Prozent liegen, wie die Zentralbank am Donnerstag mitteilte. Das Szenario geht von einem anhaltend hohen Ölpreis, einem schwächeren Yen und fallenden Aktienkursen aus. Die Veröffentlichung eines solch detaillierten Risikoszenarios durch die japanische Notenbank gilt als ungewöhnlich.
Dem Szenario zufolge würde die Kerninflation - also die Teuerung ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel - im Fiskaljahr 2026 auf 3,1 Prozent steigen und 2027 bei 3,0 Prozent liegen. 2028 würde sie sich dann auf 2,3 Prozent verlangsamen. «Besonders bemerkenswert ist, dass für die Fiskaljahre 2026 und 2027 zwei Jahre in Folge ein Anstieg von rund drei Prozent erwartet wird», hiess es in dem Bericht. Diese Abweichung nach oben könne zu einem Faktor werden, der die mittel- bis langfristigen Inflationserwartungen in die Höhe treibe.
In ihrer am Dienstag vorgestellten Basisprognose war die Notenbank noch von einer Teuerung von 2,8 Prozent im laufenden Fiskaljahr (bis Ende März 2027) und 2,3 Prozent im Folgejahr ausgegangen. Das nun veröffentlichte Risikoszenario basiert auf der Annahme, dass die Rohölpreise bis zum Jahresende bei etwa 105 Dollar pro Barrel bleiben. Zudem wird ein Abwerten des Yen um zehn Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau sowie ein Rückgang der Aktienkurse um 20 Prozent unterstellt.
(Reuters)

