Die japanische Zentralbank (BOJ) belässt ihren Leitzins unverändert, signalisiert jedoch weitere Zinserhöhungen im Kampf gegen die Inflation. Auf ihrer zweitägigen Sitzung am Freitag entschieden die Währungshüter mit acht zu eins Stimmen, den kurzfristigen Zins bei 1,0 Prozent zu belassen. Das Vorstandsmitglied Hajime Takata stimmte gegen den Beschluss und forderte stattdessen eine Anhebung auf 1,25 Prozent. Die Notenbank betonte erneut ihre Bereitschaft, die Kreditkosten weiter in die Höhe zu treiben, um wachsenden Inflationsrisiken vorzubeugen. Notenbankchef Kazuo Ueda will die Entscheidung am Nachmittag (08.30 Uhr deutscher Zeit) auf einer Pressekonferenz erläutern.
Die Zinsentscheidung fällt in eine Phase starker Währungsschwankungen. Zuvor hatte die Regierung in Tokio Insidern zufolge am Donnerstag an den New Yorker Märkten interveniert, um den schwachen Yen zu stützen. Die Währung war auf ein 40-Jahres-Tief gefallen. Das langsame Tempo der Notenbank bei Zinserhöhungen gilt als Hauptgrund für die Yen-Schwäche, die wiederum die Importkosten in die Höhe treibt und Verbraucher sowie Einzelhändler belastet. Erst im Juni hatte die BOJ die Zinsen auf ein 31-Jahres-Hoch angehoben. Experten zufolge steht Ueda nun vor der Herausforderung, den Yen durch die Aussicht auf eine straffere Geldpolitik zu stützen.
(Reuters)

