Zwar spielten solche Fonds eine ⁠wichtige Rolle bei der Bereitstellung von Risikokapital, sie könnten jedoch ‌auch «Risiken für das gesamte ‌Finanzsystem» darstellen, sagte der Notenbankdirektor ​Kazushige Kamiyama in einer am Freitag veröffentlichten Rede. In den vergangenen Jahren hätten Private-Equity-Fonds zunehmend Unternehmenssanierungen sowie Fusionen und Übernahmen in Japan vorangetrieben.

Kamiyama warnte vor ‌allem vor den Folgen abrupter Kapitalbewegungen. «Eine plötzliche Umkehr der Kapitalströme von globalen Hedgefonds könnte die Preisschwankungen an ​den Anleihe- und Aktienmärkten verschärfen», sagte er. ​Zudem bestehe die Gefahr, dass ​externe Schocks unmittelbar auf die heimischen Märkte durchschlagen könnten. ‌Diese Gefahr bestehe, weil japanische Finanzinstitute ihre Kreditvergabe an ausländische Investmentfonds verstärkten.

Angesichts der globalen Aktivitäten dieser Finanzinvestoren werde ​die ​Zusammenarbeit zwischen den ⁠Zentralbanken und Aufsichtsbehörden verschiedener Länder «immer wichtiger», erklärte ​Kamiyama. Ausländische ⁠Hedgefonds und Private-Equity-Fonds haben ihr Engagement in Japan ‌zuletzt verstärkt. Ihr Anteil am gesamten Finanzvermögen des Landes liegt Kamiyama zufolge mit 30 ‌Prozent jedoch noch unter dem weltweiten Durchschnitt ​von 50 Prozent.

(Reuters)