Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Oktober bis Dezember auf ⁠das Jahr hochgerechnet nur um 0,2 Prozent zu, wie die ‌japanische Regierung am Montag mitteilte. Von der ‌Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten ​hatten mit einem Plus von 1,6 Prozent gerechnet. Im vorangegangenen Quartal war die viertgrösste Volkswirtschaft der Welt noch um revidiert 2,6 Prozent geschrumpft.

Der schwache Zuwachs ist vor ‌allem auf den gebremsten Konsum zurückzuführen. Die privaten Konsumausgaben, die mehr als die Hälfte der Wirtschaftsleistung ausmachen, stiegen nur ​um 0,1 Prozent. Anhaltend hohe Lebensmittelkosten belasten ​hier die Ausgaben der Haushalte. ​Die Investitionsausgaben der Unternehmen legten um 0,2 Prozent zu und kehrten ‌damit einen vorherigen Rückgang um. Die Auslandsnachfrage, also Exporte minus Importe, lieferte keinen Wachstumsbeitrag. Die Exporte verzeichneten jedoch einen ​geringeren ​Rückgang, nachdem die USA ⁠einen Basiszollsatz von 15 Prozent auf ​fast alle japanischen ⁠Importe festgeschrieben hatten.

Die Daten deuten darauf hin, dass die ‌Belastung durch die US-Zölle langsam nachlässt. Dies gibt der japanischen Zentralbank Grund zur vorsichtigen Zuversicht ‌bei der Normalisierung ihrer Geldpolitik durch weitere Zinsanhebungen. 

(Reuters)