Rückenwind erhält die Aktie von Jefferies, welche das Kursziel für Cosmo fast verdoppelt auf 150 von 82 Franken - 20 Prozent Potenzial zum aktuellen Kurs - und die Einstufung auf «Buy» belässt. Aufgrund geringerer Risiken und besserer Marktchancen erhöhe er das Kursziel deutlich, begründet der Analyst.
Die neuartige Therapie gegen männlichen Haarausfall, Clascoterone, stütze den aktuellen Aktienkurs fast vollständig, obwohl das zugrunde liegende Geschäft ebenfalls wachse, schreibt Benjamin Jackson. Ab der zweiten Hälfte 2026 sei eine Partnerschaft möglich. Ärzte zeigten grosses Interesse an dem neuen Wirkmechanismus, der die erste Innovation in diesem Bereich seit rund 30 Jahren darstelle. Dies unterstütze seine Prognose eines weltweiten Spitzenumsatzes von 4 Milliarden US-Dollar.
Auch andere Analysten sind überzeugt vom Potenzial. Laut Bloomberg empfehlen alle fünf Finanzhäuser, welche Cosmo abdecken, den Titel zu kaufen. Das durchschnittliche Kursziel für 12 Monate beläuft sich auf 118,20 Franken.
«Bahnbrechende» Studienergebnisse
Der Optimismus der Experten fusst auf vielversprechenden Studiendaten, die Cosmo Anfang Dezember präsentiert hatte. Der Pharmakonzern sprach von «bahnbrechenden Ergebnissen» und einem «potenziellen ersten grossen therapeutischen Durchbruch» in der Behandlung von Haarausfall seit mehr als drei Jahrzehnten. Der Wirkstoff ist der erste seiner Art, der auf die biologische Ursache des männlichen Haarausfalls abzielt.
Clascoterone habe zu einer relativen Verbesserung der Haaranzahl um 539 Prozent und 168 Prozent gegenüber dem Placebo-Mittel geführt. Cosmo will bis Frühling 2026 die erforderliche zwölfmonatige Sicherheitsnachbeobachtung abschliessen. Danach sei geplant, umgehend parallele Zulassungsanträge in den USA und in Europa zu stellen.
Der Markt ist riesig: Weltweit leiden laut Angaben von Cosmo 1,2 bis 2 Milliarden Männer an Haarausfall. Sollten die Forschungserfolge weiter anhalten und die Zulassung gelingen, warten Milliardenumsätze auf den Konzern. Cosmo-Anleger brauchen allerdings weiterhin Geduld. In den letzten zehn Jahren hatten die Aktien mehr als 60 Prozent eingebüsst, bevor die jüngste Rallye einsetzte.
(cash)
