Der Ständerat beziehungsweise seine vorbereitende Kommission (WAK-S) berät am Dienstag über verschiedene Änderungen eines Gesetzentwurfs zur Überarbeitung von neuen Kapitalvorschriften bei der UBS. Entscheide könnten bereits am Dienstag fallen. So haben die Kommissionsmitglieder nach der Sitzung am Dienstag eine Medienkonferenz angekündigt.

Es wird allgemein erwartet, dass die Kommission eine Abschwächung der vom Bundesrat vorgeschlagenen harten Kapitalregeln im Falle der Auslandstöchter vorschlagen wird. Ein Entscheid in diese Richtung ist wohl schon zum grossen Teil im UBS-Aktienkurs eingepreist. Der Titel erreichte Mitte Juli bei 44,44 Franken den höchsten Stand seit dem Jahreswechsel 2007/2008.

Sollte die vorbereitende Kommission aber – entgegen den allgemeinen Erwartungen – den Vorschlägen des Bundesrates folgen, könnte dies den Aktienkurs der UBS erheblich belasten.

Der Bundesrat hatte vorgeschlagen, dass die UBS ihre ausländischen Beteiligungen im Schweizer Stammhaus zu 100 Prozent mit hartem Eigenkapital (CET1) unterlegen muss – ein Vorschlag, gegen den sich die UBS vehement gewehrt hatte. Dies würde bedeuten, dass die UBS mit rund 20 Milliarden US-Dollar mehr an erstklassigem Eigenkapital operieren müsste.

Die Kommission debattiert offenbar über eine Reduzierung der vorgeschriebenen CET1-Quote für ausländische Tochtergesellschaften auf 80 Prozent oder 75 Prozent oder über eine Koppelung an die Grösse der Auslandsgeschäfte der UBS. Für den Rest könnte die UBS, laut den durchgesickerten Informationen, auf sogenannte AT1-Anleihen zurückgreifen können. Bis jetzt muss die UBS ihre Auslandstöchter mit 45 Prozent hartem Eigenkapital unterlegen.

(Mit Material von AWP und Bloomberg)

 

Daniel Hügli
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