«Im Grunde gibt man Einzelpersonen mit Mythos ballistische Raketen», sagte der Chef der US-Grossbank JPMorgan am Mittwoch beim Pennsylvania Defense and Innovation Summit. Er warnte vor den Gefahren, ein derart leistungsfähiges System einem breiten Nutzerkreis zugänglich zu machen.
Die rasanten Fortschritte bei KI-Modellen in den vergangenen Monaten veranlassen sowohl die Industrie als auch die Regierung dazu, mögliche Bedrohungen zu bewerten. Zusätzliche Dringlichkeit erhielt das Thema, nachdem Anthropic mitgeteilt hatte, sein Modell Mythos sei so gut darin, Software-Sicherheitslücken zu finden, dass es nicht für die breite Öffentlichkeit freigegeben werden könne.
JPMorgan gehört zu einer Gruppe von Unternehmen, die seit April Zugang zu Mythos haben. Sie nutzen das Modell, um ihre eigenen Schutzmassnahmen zu testen und Informationen mit Anbietern und anderen Unternehmen auszutauschen.
Dimon sagte im folgenden Monat, seine Bank habe Hunderte Beschäftigte, die in Vollzeit an der Stärkung ihrer Systeme arbeiten.
Der langjährige Chef der Bank hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend zur nationalen Sicherheit geäussert. In seinem jährlichen Brief an die Aktionäre im April schrieb er, die USA müssten «stärker werden», um ihre militärische und wirtschaftliche Macht zu bewahren.
JPMorgan kündigte im vergangenen Jahr an, in den kommenden zehn Jahren 1,5 Billionen Dollar in Branchen zu lenken, die die wirtschaftliche Sicherheit und Widerstandsfähigkeit der USA stärken. Das sind 50 Prozent mehr, als das Unternehmen andernfalls investiert hätte.
(Bloomberg)

