In einem Pilotprojekt will die Bank die von den Bankern angegebenen Arbeitsstunden mit deren digitaler Aktivität abgleichen, wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte. Das Instrument werde nicht zu Bewertungszwecken eingesetzt, sondern solle eine genauere Einschätzung der Arbeitsbelastung der Mitarbeiter ermöglichen, so die Person, die wegen vertraulicher Informationen nicht namentlich genannt werden wollte.
«Ähnlich wie die wöchentlichen Bildschirmzeit-Zusammenfassungen auf einem Smartphone geht es bei diesem Tool um Bewusstsein — nicht um Durchsetzung», erklärte ein Sprecher von JPMorgan in einer Stellungnahme. «Es soll Transparenz und Wohlbefinden fördern sowie offene Gespräche über die Arbeitsbelastung anregen.»
Das Programm werde die wöchentliche digitale Nutzung überwachen, einschliesslich Videokonferenzen, Tastatureingaben am Desktop und geplanter Meetings, berichtete zuvor die Financial Times. JPMorgan plane zudem, das Vorhaben auf weitere Bereiche des Investmentbankings auszuweiten.
Banken an der Wall Street sind für lange Arbeitszeiten bekannt, bieten im Gegenzug jedoch Gehälter von bis zu 200.000 Dollar für Einstiegspositionen wie Analysten und Associates.
(Bloomberg/cash)

