Dank Rückenwind von sprudelnden ‌Handelserträgen ⁠kletterte der Gewinn um 128 Prozent auf den Rekordwert ⁠von 673 Millionen Franken, wie Julius Bär Dienstag mitteilte. ‌Damit übertraf der Vermögensverwalter für Millionäre ‌und Milliardäre die von Analysten ​geschätzten 640 Millionen Franken.

Auch bei den Wall-Street-Häusern hatten die regen Handelsaktivitäten der Kunden als Folge der geopolitisch bedingten Ausschläge an den Finanzmärkten zuletzt die Gewinne angekurbelt. Im Vorjahr ‌hatten Belastungen aus dem Verkauf des lokalen Geschäfts in Brasilien sowie Wertberichtigungen auf Hypotheken und andere Kredite Bär das Ergebnis ​verhagelt.

Die verwalteten Vermögen kletterten im Vergleich zu ​Ende 2025 um fünf Prozent ​auf 547 Milliarden Franken. Dazu trugen steigende Finanzmärkte sowie die bei ‌Reichen und Superreichen neu eingesammelten 5,7 Milliarden Franken bei. Damit wuchs der grösste reine Vermögensverwalter für Reiche und Superreiche der Schweiz ​auf ​das Jahr hochgerechnet ⁠um 2,2 Prozent.

Im Mai hatte Bär ​die Wachstumsprognose angesichts ⁠eines verhaltenen Jahresstarts gekappt und im Vergleich zum Neugeld-Plus von ‌2,9 Prozent im Jahr 2025 für 2026 eine Verlangsamung in Aussicht gestellt. Bär hatte damals ‌angedeutet, sich weiter von Kunden mit zu ​hohen Risiken getrennt zu haben.

(Reuters)