Die verwalteten Vermögen haben dank guter Aktienmärkte und weiterer Neugeldzuflüsse zugelegt. Der Konzerngewinn nach dem IFRS-Rechnungslegungsstandard lag noch bei 764 Millionen Franken nach 1,02 Milliarden Franken im Jahr davor, wie Julius Bär am Montag mitteilte. Belastet wurde das Ergebnis dabei vor allem von den Netto-Kreditverlusten über insgesamt 213 Millionen Franken im Rahmen der Überprüfung des Kreditportfolios. Dazu lastete der Verkauf des brasilianischen Inlandgeschäfts von Anfang 2025 mit 99 Millionen auf dem Ergebnis.

CEO Stefan Bollinger sprach in der Mitteilung von einem «erfolgreichen Übergangsjahr». Dieses habe Julius Bär auf den richtigen Weg zur Erreichung seiner mittelfristigen Ziele gebracht. Der adjustierte Konzerngewinn, in dem diverse Sonderfaktoren ausgeklammert werden, legte im vergangenen Jahr um 17 Prozent auf 1,27 Milliarden Franken zu.

Die von der Privatbank verwalteten Vermögen (Assets under Management, AuM) beliefen sich per Ende 2025 auf 521 Milliarden Franken nach 520 Milliarden per Ende Oktober. Gegenüber dem Wert von Ende 2024 lagen die AuM damit um deutliche 5 Prozent höher.

Zum Anstieg der Kundenvermögen trug ein Neugeldzufluss von 14,4 Milliarden Franken bei, nachdem die Bank im Jahr davor noch 14,2 Milliarden an neuen Kundengeldern einsammelte. Diese stammten vor allem aus Schlüsselmärkten in Asien, Westeuropa und dem Mittleren Osten. Unterstützung kam dabei von einer positive Performance an den Aktienmärkten, welche die Aufwertung des Schweizer Frankens kompensieren konnte.

Die Julius-Bär-Aktionäre sollen für das abgelaufene Geschäftsjahr eine unveränderte Dividende von 2,60 Franken je Aktie erhalten. Damit bleibt die Ausschüttung das fünfte Jahr in Folge auf dieser Höhe.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Julius Bär die Prognosen von Analysten beim Gewinn übertroffen und bei den verwalteten Vermögen in etwa getroffen. Die Dividende war derweil einhellig unverändert erwartet worden.

(AWP)