Sie legten um 0,3 Prozent im Vergleich zum ‌Vormonat ⁠zu, wie das Arbeitsministerium in Washington am Freitag mitteilte. ⁠Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang von 0,7 Prozent ‌gerechnet, nach einem Anstieg von revidiert ‌1,7 Prozent im Mai. Zunächst ​war von 1,9 Prozent die Rede. Die Preise für US-Einfuhren legten im Juni zugleich gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,1 Prozent zu. Dies ist der stärkste Anstieg im Jahresvergleich seit August ‌2022 in der Corona-Krise.

Die USA importieren eine grosse Palette von Waren, Vorprodukten und Rohstoffen aus Übersee. Daher wirken sich steigende Einfuhrpreise ​auch auf die Lebenshaltungskosten aus. Der starke Preisauftrieb ​hatte sich zuletzt etwas abgemildert: Die ​Jahresteuerungsrate bei den Verbraucherpreisen lag im Juni bei 3,5 Prozent, nach 4,2 ‌Prozent im Mai.

Die US-Notenbank kann sich laut ihrem neuen Chef Kevin Warsh damit jedoch nicht zufriedengeben. Mehrere Währungshüter signalisierten zuletzt, ​dass ​sie zu einer Zinserhöhung ⁠bereit sind, wenn der starke Preisauftrieb nicht ​bald nachlässt. Die Federal ⁠Reserve hatte den Leitzins bei der ersten Sitzung unter Warshs ‌Leitung im Juni in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Der nächste Zinsentscheid steht ‌Ende Juli an. An den Terminmärkten wird jedoch ​erst für September mit einem geldpolitischen Schritt nach oben gerechnet.

(Reuters)