Bereits im Januar hat Sika die Umsatzzahlen publiziert und dabei schon relativ konkrete Angaben zur Gewinnentwicklung gemacht. So betrachtet birgt die Ergebnispublikation kommenden Freitag wenig Überraschungen.

Im Fokus stehen daher Aussagen zum Ausblick für das angelaufene Jahr 2023 sowie zur Baukonjunktur im Allgemeinen. Denn die rund um den Globus angestossenen Aufbau- und Infrastrukturprojekte eröffnen den Innerschweizern viele Geschäftsmöglichkeiten, auf der anderen Seite sind die anziehenden Rohstoffkosten eine Herausforderung auch für die Baubranche und die Konjunktur ist in weiten Teilen der Welt angeschlagen.

Bei der Publikation der Umsatzzahlen stellte der Konzern für 2022 eine EBIT-Marge von 15 Prozent in Aussicht. Diese hätte sich damit gegenüber 2021 nicht verändert. Gespannt ist man auf die Prognose für 2023, denn der milliardenschwere Kauf der Firma MBCC Group könnte im Urteil einiger Experten die Marge vorübergehend belasten.

Gemäss der "Strategie 2023" soll der Umsatz von Sika jährlich um 6 bis 8 Prozent wachsen und die EBIT-Marge soll bis gegen 18 Prozent steigen. Projekte in den Bereichen Operations, Logistik, Beschaffung und Produktformulierung sollen zu einer Verbesserung der Betriebskosten von jährlich 0,5 Prozent des Umsatzes beitragen.

Milliardenschwere Übernahme bekräftigt

Am Investorentag im Herbst hatte Sika einmal mehr den strategischen Sinn der milliardenschweren Übernahme der MBCC Group bekräftigt. Die Übernahme sei "hochgradig wertsteigernd" und die jährlichen Synergien von 160 bis 180 Millionen Franken wurden bestätigt.

Damit die Übernahme von den Behörden durchgewunken werden kann, müssen sich die Innerschweizer aber noch von Teilen des früheren BASF-Bauchemiegeschäfts trennen. Nachdem dies inzwischen geschehen ist, hat die EU-Kommission schon einmal "ja" gesagt, aber Auflagen gemacht.

Sika hatte die Akquisition der MBCC Group Ende 2021 angekündigt. Das Unternehmen lässt sich den Kauf des Mitbewerbers 5,5 Milliarden Franken kosten. Der Abschluss der Transaktion verzögert wird im ersten Semester 2023 erwartet.

Die Sika-Titel sind seit Anfang Jahr um rund 16 Prozent gestiegen. Damit übertreffen sie den Gesamtmarkt klar; dieser hat gemessen am SMI um rund 5 Prozent zugelegt. Im vergangenen Jahr gehörten die Sika-Papiere mit einem Minus von rund 42 Prozent allerdings zu den schwächsten Blue Chips.

(AWP/cash)