Beschleunigte Einführung von Künstlicher Intelligenz könne helfen, die drohende Wohlstandslücke zu schliessen, teilte das Amt für Wirtschaft am Donnerstag mit. Eine Studie, die der Kanton gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Deloitte durchführte, zeige, dass die dienstleistungsorientierte Wirtschaft und die starke Vernetzung mit der Wissenschaft im Kanton Zürich signifikante Effizienzgewinne erzielen könnte.

Die Autoren der Studie rechnen damit, dass ohne Gegenmassnahmen bis 2050 bis zu 300'000 Arbeitskräfte fehlen könnten. Ansätze um dies zu verhindern, wären auch eine Verjüngung der Altersstruktur, höhere Pensen sowie mehr Menschen mit Arbeit. Dafür seien aber «grosse Anstrengungen» nötig. So müsste die Arbeitsproduktivität viermal stärker wachsen als in den letzten 25 Jahren.

Der CEO von Deloitte, Reto Savoia, fordert ein Ende der «starren Altersgrenze 65» und eine konsequente Nutzung der Chancen von KI. «Um unseren Wohlstand zu sichern, müssen wir heute die richtigen Weichen stellen», lässt sich Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) zitieren.

Weniger effizient seien Massnahmen, die vor allem auf eine höhere Geburtenziffer durch finanzielle Anreize oder eine stärkere Subventionierung der Kinderbetreuungskosten zielen, heisst es in der Mitteilung.

(AWP)