Bis um 09.55 Uhr sacken die Aktien um 18,9 Prozent auf 213 Franken ab, während der Gesamtmarkt (SPI) 0,9 Prozent im Minus steht. Damit weiten die Papiere ihr Minus im bisherigen Jahresverlauf auf 23 Prozent aus.
Marktteilnehmer sprechen von einer «klar negativen» Nachricht, was entsprechend so auch vom Markt aufgenommen werde. Dabei konzentriert sich das Problem auf das margenstarke Segment Automated Products, während gleichzeitig höhere Kosten für Wachstumsinitiativen angefallen sind.
Insgesamt scheine sich der Umsatz aber weiterhin stark und vollständig im Rahmen der Erwartungen zu entwickeln, urteilen die Analysten von Oddo. Das gelte insbesondere für das standardisierte Geschäft, an dem Kardex aber weniger verdient.
Konkret rechnet Kardex nun mit einem kräftigen Umsatz- und Auftragseingangswachstum von 15 bis 20 Prozent im laufenden Jahr. Dieser Wert liege deutlich über den bisherigen Projektionen des Unternehmens, betont die UBS. Bei der ZKB schliesst man daraus, dass bereits die zweite Jahreshälfte wieder deutlich stärker und profitabler ausfallen dürfte.
Gleichzeitig hat Kardex seine mittelfristigen Ziele bekräftigt. Die Investment-Story sei also nicht grundsätzlich infrage gestellt, heisst es bei der Bank Vontobel. Diese hält entsprechend an ihrem Votum «Buy» fest. Auch bei der ZKB lautet die Einstufung unverändert «Übergewichten»; UBS und Berenberg halten ebenfalls an ihrem Rating «Buy» fest.
(AWP)

