Die Investoren waren am ersten Handelstag nach den Feiertagen offenbar verunsichert, da der amerikanische Präsident Donald Trump kurz vor Ostern Zölle von bis zu 100 Prozent auf Pharmaprodukte angekündigt hat. Dabei gibt es diverse Ausnahmen. Auch die grossen Schweizer Pharmaunternehmen werden laut Analysten um das Gröbste herumkommen. Doch das konnte die Anleger am gestrigen Dienstag nicht beruhigen.
Dass sich insbesondere Novartis und Roche bereits früher in Stellung gebracht haben, ist jedoch ein Grund dafür, dass die Trendwende an der Börse am Mittwoch gelingen kann. Denn die beiden in Basel ansässigen Pharmakonzerne haben bereits im Dezember Vereinbarungen mit der US-Regierung abgeschlossen. Diese Vereinbarungen beinhalten auch milliardenhohe Investitionen der Pharmariesen in den Vereinigten Staaten sowie Preiskonzessionen.
Novartis und Roche sollten nun aber «nicht von den Zöllen betroffen sein», wie die Zürcher Kantonalbank in einem am Dienstagmorgen erschienen Marktkommentar schreibt.
Ein weiterer Anlass, der am Mittwoch Auftrieb bringen dürfte, ist die Einigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe im Nahen Osten. Die USA und der Iran haben sich weniger als zwei Stunden vor Ablauf des von Washington gesetzten Ultimatums gefunden. Teil der Einigung ist, dass der Iran die Strasse von Hormus freigibt. Diese ist für die Weltwirtschaft von strategischer Bedeutung. Ihre Blockade hat die Finanzmärkte in den vergangen Wochen erheblich belastet.
Am Mittwochmorgen nun steht der Swiss Market Index (SMI) bei der IG Bank im vorbörslichen Handel 3,4 Prozent höher. So, wie es aussieht, kehren die Anleger an den Schweizer Aktienmarkt zurück. Das sind positive Vorzeichen, auch für die Aktien von Novartis, Roche und anderer Gesundheitstitel.

