Die Kerninflation in der japanischen Hauptstadt Tokio hat sich im Januar abgeschwächt ‌und das ‌Ziel der Notenbank Bank of Japan (BOJ) erreicht. Die Verbraucherpreise ohne die schwankungsanfälligen Kosten für frische Lebensmittel stiegen im Vergleich ​zum Vorjahresmonat um 2,0 Prozent, wie ‌aus am Freitag veröffentlichten ‌Daten hervorging. Dies lag unter der mittleren Marktprognose von 2,2 Prozent. Im Dezember hatte der Anstieg noch 2,3 Prozent betragen. Ein separater Index, der sowohl ⁠frische Lebensmittel als auch Kraftstoffkosten ausklammert, stieg im Januar um 2,4 Prozent nach 2,6 Prozent im Vormonat. Dieser wird ​von der BOJ als Mass für ‌die nachfragebedingten Preise genau beobachtet.

Die ‍Notenbank hatte im Dezember die Zinssätze auf 0,75 Prozent und ​damit auf ein 30-Jahres-Hoch angehoben. Dies war ein weiterer Schritt zur Beendigung der jahrzehntelangen massiven geldpolitischen Unterstützung. Die ‌BOJ ist zuversichtlich, dass Japan ⁠auf dem Weg ist, ihr ‌Inflationsziel von zwei Prozent dauerhaft zu erreichen. Vergangene Woche behielt die ‍Zentralbank ihre restriktiven Inflationsprognosen bei und betonte ihre Wachsamkeit gegenüber Preisrisiken durch einen schwachen Yen. Dies ​signalisiert, dass die Währungshüter beabsichtigen, die Zinsen ‍weiter anzuheben.

(Reuters)