Im ‌laufenden Jahr würden voraussichtlich rund 2,5 Billionen Dollar in diese Technologie investiert, ergab eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Beratungsfirma Gartner. ​Dies sei ein Plus von 44 ‌Prozent im Vergleich zum vergangenen ‌Jahr. Für 2027 prognostizierten die Experten ein Plus von 32 Prozent auf 3,34 Billionen Dollar.

In beiden Jahren fliesse jeweils rund die Hälfte des Geldes in den Ausbau der ⁠KI-Infrastruktur, hiess es weiter. Während das Wachstum in diesem Bereich 2026 mit knapp 42 Prozent überdurchschnittlich sei, verlangsame es ​sich im kommenden Jahr voraussichtlich auf 28 Prozent. ‌Gleichzeitig spielten für Unternehmen beim Einsatz ‍Künstlicher Intelligenz (KI) messbare Ergebnisse eine immer grössere Rolle, betonte Gartner-Analyst John-David Lovelock. ​Die Zeit ambitionierter Experimente sei vorbei. Kunden setzten verstärkt auf KI-Funktionen bei Software-Anbietern statt auf eigene Projekte.

KI erobert immer mehr ‌Bereiche der Wirtschaft. Die anfängliche ⁠Euphorie über die möglichen Einsparungen ist ‌jedoch der Ernüchterung gewichen. Experten zufolge haben viele Unternehmen die Komplexität der Einführung ‍dieser Technologie unterschätzt. KI-Funktionen finden sich inzwischen in fast allen klassischen Software-Angeboten. Dadurch steigt der Bedarf an Rechenleistung ​für KI sprunghaft. Dies ist der ‍Motor beim weltweiten Bauboom von KI-Rechenzentren.

(Reuters)